Herzlich willkommen beim OldTimer Club Weissach e.V.
 

Jubiläumsjahr 2025 - 25 Jahre OCW

Ein (sehr) persönlicher Bericht von unserem 2. Vorstand Wolfgang


Meine erste Begegnung mit dem OCW war im Jahr 2001, da hieß unser Verein noch Oldtimerclub Neuhausen‐Hamberg. Genau dahin bin ich an einem Wochenende im Frühsommer mit meinem jüngsten Sohn gefahren. Eingeladen wurde ich von dem geschätzten Peter Böhm, Inhaber der gleichnamigen Radspannerei in Pforzheim. Wir waren geschäftlich verbunden und er erzählte mir von einem geplanten, lockeren Treffen in den Straßen des Ortes. 

Das Interesse war geweckt und wir erlebten eine schöne Veranstaltung mit Ständen und Oldtimern. Hier hatte ich auch eine kurze Begegnung mit Jürgen Kaiser. Einige Zeit später kam Jürgen mit Oldtimerteilen zu mir in die Werkstatt nach Hemmingen. Er hatte in Hamberg wohl mitbekommen, dass wir Teile verchromen. Seit damals machen wir bis heute immer wieder Teile für seine italienischen Motorräder. 

Beim ersten Oldtimertreffen in der alten Festhalle in Weissach habe ich noch reingeschnuppert und bin kurz darauf in den Verein eingetreten und bin seit 23 Jahren Mitglied. 

Es dauerte auch nicht lange, da stand ein Wechsel innerhalb der Vorstandschaft an. Jürgen fragte mich, ob ich mir vorstellen kann den zweiten Vorstand zu übernehmen. Nach kurzer Bedenkzeit sagte ich zu, und von da an arbeiteten wir 10 Jahre erfolgreich zusammen. 

Etwa zu diesem Zeitpunkt lernte ich Herbert Linge kennen. Er kam zu mir nach Hemmingen in die Werkstatt und brachte ein Teil seines Allgaier‐Porsche‐Schleppers mit zur Bearbeitung. Da er in der Endphase der Restauration war, versprach ich ihm zügige Bearbeitung. Übrigens erfuhr ich erst im Nachhinein, wer mich da besucht hatte. Später nahm er mich zur Seite und sagte: „Woisch bei der Glegaheit han i au glei guckt wer do zwoiter Vorstand werda soll“.  

Das war seine unnachahmliche Art, die ihn so nahbar machte. Sehr schnell habe ich gemerkt, dass sein Wirken von großer Bedeutung für den Verein war. Nach dem Scheitern des Museumsprojekts hat er auch viel dafür getan, dass der Verein ein Ersatzdomizil von der Gemeinde erhielt. Die gemeindeeigene Scheune in das zu verwandeln, was wir heute Clubhaus nennen, hat sich sehr schnell als das Bohren von ganz dicken Brettern erwiesen. Doch dazu können Andere mehr erzählen. Herberts Bekanntheitsgrad und seine Kontakte hatten in der Anfangsphase einen entscheidenden Anteil zum Gelingen des Projekts beigetragen. So war es mir eine Ehre und ein Vergnügen ihn zugleich als Türöffner und Einfädler zu würdigen und ihm im Namen des Vereins die Ehrenmitgliedschaft zu übergeben. 

So verging die Zeit und der OCW wurde immer bekannter, nicht zuletzt wegen der vielen Veranstaltungen machte sich der Verein einen Namen, und die Mitgliederzahl wuchs. 

Wir waren zu dieser Zeit einer der wenigen Oldtimerclubs mit einer Jungendabteilung. Auch daran hatte Herbert großen Anteil. Hier sind mir die Schrauberabende in Bernd Häckers Werkstatt in Erinnerung, die unter seiner fachlichen Leitung stattfanden. Die Kenntnisse und das Material der Jugendlichen wurden immer besser und eines Tages fuhren die jungen Leute mit ihren Mofas die 24 Stunden von Weissach, die auf den Straßen rund um Weissach stattfanden. Das 10‐jährige Vereinsjubiläum feierten wir mit einer Sonderausstellung in der Alten Strickfabrik. In ähnlicher Weise werden wir auch unser Silberjubiläum begehen. 

Wenn ihr mich fragen würdet, was mir am OCW am besten gefällt, dann ist meine Antwort: Die wunderbare Kameradschaft in diesem so facettenreichen Verein und die Beschäftigung mit dem "rostigsten Hobby der Welt"(copyright Roland Watzl).


Herzlichst Euer Wolfgang

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